11. Oktober 2018 (sme) Am Mittwochabend traten die Grün-Weißen die Fahrt nach Oberhausen zur zweiten Runde im wbv-Pokal an. Die Gegnerinnen aus der LL3D waren die Sterkrade 69ers; ein junges und sehr ambitioniertes Team.
Sterkrade erwischte den besseren Start ins Spiel und lag nach vier Minuten mit 8:2 vorn. In den folgenden zwei Minuten hätten die Paderbornerinnen mit erfolgreichen Freiwürfen bereits wieder vorn liegen können, doch der Ball verfehlte gleich viermal den Korb. Dennoch schaffte Jessica Tomm mit einem erfolgreichen Dreier und einem Zwei-Punkte-Wurf die erneute Führung zum 8:9. Die Oberhausenerinnen punkteten im Anschluss jedoch wieder von der Linie und nach wechselnder Führung stand es nach dem ersten Viertel dann 15:13 für die 69ers.

Im zweiten Viertel ging es so weiter, beide Teams spielten auf Augenhöhe. Nur zum Ende dieses Spielabschnittes hatte der SC GW kein Wurfglück und Sterkrade erspielte sich ein 27:22 zur Halbzeitpause.
Nach der Pause machten die Ruhrpottlerinnen weiterhin viel Druck auf den Ballvortrag und hielten selbst das Tempo ernorm hoch. Auch wenn Aufbauspielerin Alina Sprock und Cristina Ioana Muntean stets gedoppelt wurden, der Ballvortrag gelang meist gut. Jedoch fehlte dem eigenen Spiel häufig die Ruhe und der Überblick. Ärgerlich war, dass die beiden Schiedsrichter häufiger die Fouls auf der eigenen Seite sahen und Jessica Tomm und Linda Hegemann sehr früh mit vier Fouls belastet waren. So kam es, dass Linda Hegemann in der 29. Minute für den Rest der Partie ausschied.
Im letzten Viertel wollte man dann noch einmal alles geben und das Spiel drehen. Coach Svenja Meinholz entschied sich dafür, mit vier kleinen Spielerinnen zu spielen und Elisabeth Carl die Zone zu überlassen. Der Plan ging sehr gut auf und Punkt um Punkt wurde aufgeholt, bis schließlich in der 35. Minute der Ausgleich gelang. Von hier entwickelte sich ein Herzschlagfinale. Elisabeth Carl und Jessica Tomm punkteten konsequent, aber die 69ers hielten dagegen und ließen sich nicht signifikant abschütteln. Als Oberhausen in der 40. Minute erneut mit zwei Punkten führte, wurde Jessy Tomm gefoult. Trotz unangenehmer Rufe des Publikums hielten die Nerven und Tomm netzte zweimal zum 50:50 ein. Der nächste Angriff gehörte den Gastgeberinnen, aber mit wenigen Sekunden Restzeit auf der Spieluhr lag die Verlängerung zum Greifen nahe. Der SC GW spielte ungeschickt und foulte sieben Sekunden vor Ende des Viertels. Die gegnerische Fabienne Zirwes verfehlte den ersten, traf aber den zweiten Freiwurf zum hauchdünnen 51:50. Trainerin Meinholz hatte keine Auszeit mehr zur Verfügung. Der Versuch eines langen schnellen Passes ins Vorfeld verfehlte weit das Ziel und landete bei einer guten Sekunde Restzeit im Aus. Sterkrade führte den Einwurf sicher aus und der Abpfiff ertönte.
Diese knappe Niederlage ärgerte natürlich sehr und dazu kam noch die lange Rückfahrt nach Paderborn. Nach dem Pokalaus folgt jetzt erst einmal die spielfreie Herbstpause und im Anschluss können sich die grün-weißen Damen komplett auf ihre Landesligasaison konzentrieren.

Scoring:
Cristina Ioana Muntean (-), Linda Hegemann (4), Jessica Tomm (11, davon 1 Dreier), Josepine Larbi (9), Elisabeth Carl (10), Sonja Braun (7), Alina Sprock (9), Zozan Basaran (-), Lea Danzeglocke (-), Anne Möllenhoff (-)