12. Januar 2020 (sme) Zum letzten Spiel der Hinrunde hatten die Paderbornerinnen die Tabellenspitze aus Dortmund zu Gast. Die letzten Spiele liefen alles andere als optimal, deshalb gab es einen ganz klaren Spielplan: Nicht zu viel wollen, sondern die eigenen Fehler gering halten und konzentriert spielen. Coach Meinholz konnte dabei auf neun Spielerinnen zählen, wobei Sonja Braun ihr Team erst in der zweiten Hälfte unterstützen konnte. Der SC GW startete mit Jessica Tomm, Melina Both, Elisabeth Carl, Lisa Oberschelp und Neuzugang Emily Strickhausen. Die Gastgeber spielten aufgrund ihrer körperlichen Unterlegenheit Zonenverteidigung über die gesamte Partie. Und gerade diese funktionierte wirklich sehr gut. Der TVE Dortmund Barop tat sich schwer und konnte vorerst nur mit Würfen aus der Distanz überzeugen. Beim SC GW passte das Teamplay, die Chancen wurden gut genutzt und die Reboundarbeit stimmte. So führte Paderborn nach zehn Minuten mit 11:10. Auch im zweiten Viertel traten die Paderbornerinnen selbstbewusst auf, der TVE hingegen wurde seiner Favoritenrolle nicht gerecht. Vor allem Elisabeth Carl und Jessica Tomm punkteten sicher und der Vorsprung konnte sogar noch ein klein wenig ausgebaut werden. So kam es, dass es mit einem Stand von 26:23 in die Halbzeit ging.
Nach der Pause gingen die ersten drei Punkte an die Gäste, welche damit zum 26:26 ausglichen. Doch Jessica Tomm konterte mit einem erfolgreichen Dreier und brachte so wieder ihre Mannschaft in Front. Nach erneutem Rückstand gelang es in der 26. und 29. Minute durch Punkte von Sonja Braun wieder auszugleichen. Zum Abschluss des dritten Spielabschnittes aber lagen die Dortmunderinnen vorn. In den letzten zehn Minuten präsentierten die Gäste sich offensiv stark und dem SC GW ging langsam die Kondition aus. Damit sank leider die Konzentration und die eigenen Fehler häuften sich. Schade, dass die Grün-Weißen sich nicht für ihr selbstbewusstes und wirklich solides Spiel belohnen konnten. Drei Viertel lang war man dem Tabellenführer nicht nur gewachsen, sondern auch ein wirklicher Gegner. Am Ende fiel das Ergebnis dann mit 44:59 doch etwas zu deutlich aus und wird der tollen eigenen Leistung nicht ganz gerecht.
Ein Sonderlob verdiente sich Neuzugang Emily Strickhausen, die nach kurzer Eingewöhnung die Rolle der Aufbauspielerin sehr gut meisterte und den Ball auch gegen eine Pressverteidigung sicher nach vorn bringen konnte.

Viertelstände: 11:10, 15:13, 10:16, 8:20

Scoring: Emily Strickhausen (1), Karin Füller Vilela (2), Jessica Tomm (16/5), Lisa Oberschelp (2), Debohra Artusa (2), Melina Both (3/1), Sonja Braun (4), Elisabeth Carl (13), Tanja Wirtz (1)